Die „Initiative Campus Pinkaboden“ ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern des Unteren Pinkatals. Ziel dieser überparteilichen Plattform ist die Schaffung eines zentralen und äußerst attraktiven Bildungscampus, der sich nachhaltig positiv auf die Region auswirkt. Mit transparenter Information, Diskussion, Mitgestaltung und Weiterentwicklung möchten wir dafür in der Bevölkerung und bei den politischen Entscheidungsträgern eine breite Zustimmung und letztlich eine erfolgreiche Umsetzung erreichen. Die große Vision: Es entsteht ein einzigartiger Bildungscampus im Unteren Pinkatal …
Der Campus Pinkaboden - ein Vorzeigeprojekt und Modell für ganz Österreich: Erstmals werden Kinderkrippe, Kindergarten, Volks- und Mittelschule vereint an einem Standort angeboten. Es entsteht die Bildungs- und Betreuungseinrichtung der Zukunft – für die geänderten Anforderungen der heutigen Generation. Durch Zusammenarbeit und Beteiligung der Gemeinden Bildein, Dt. Schützen-Eisenberg, Eberau und Moschendorf gelingt es, das Bildungs- und Betreuungsangebot im Pinkatal für die ca. 270 Kinder von 0,5 bis 14 Jahren nicht nur langfristig abzusichern, sondern auch massiv auszubauen. Begriffe wie Regionalität, Gemeinschaft, soziale Kompetenz, Freude und Erfolg beim Lernen und Spielen sind tragende Säulen der Campus-Philosophie. Ein starker, zentraler und attraktiver Campus bringt unglaublich viele Vorteile für Kinder, Enkelkinder, (Groß-)Eltern, Pädagoginnen/Pädagogen, Betreuungspersonal, Gemeinden und die gesamte Region:
-
Stellungnahme zum Ergebnis der Bürgerbefragung in Deutsch Schützen-Eisenberg
Die Bevölkerung der Gemeinde Deutsch Schützen–Eisenberg hat entschieden: Für den Verbleib der Volksschule in Deutsch Schützen und gegen eine gemeinsame größere Lösung. Wir respektieren das Ergebnis selbstverständlich. Es zeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven sind und wie stark Unsicherheiten eine Entscheidungsfindung beeinflussen. Die drei verbliebenen Gemeinden Bildein, Eberau und Moschendorf werden jetzt versuchen, ein eigenes Projekt zu entwickeln.
Differierende Sichtweisen gehören zu einer lebendigen Gemeinde. Sie trennen uns nicht — sie fordern uns heraus, gemeinsam weiterzudenken.
Viele Menschen haben sich für den Campus Pinkaboden eingesetzt, weil sie davon überzeugt sind, dass er eine hoffnungsvolle Perspektive für unsere Dörfer, unser Pinkatal, unsere Kinder und für uns alle sein kann. Doch was die einen als eine große Chance erkannt haben, war für die anderen mit zu vielen Unsicherheiten und Angst vor Verlust oder einem finanziellen Wagnis verbunden. Mit viel Herzblut haben wir bis zuletzt versucht, der Bevölkerung die zahlreichen Vorteile näherzubringen. Wir haben jedoch die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht erreicht. Auch weil es nicht gelungen ist, die Meinungsbildner für das Projekt zu begeistern.
Die Diskussion im Vorfeld der Bürgerbefragung war kurz, wahrscheinlich zu kurz. Dafür sehr intensiv und sehr emotional. Es gab unterschiedliche Informationen und Bewertungen, was die Entscheidungsfindung für die Bevölkerung nicht einfach gemacht hat. Leider gab es in den letzten Wochen auch widersprüchliche Darstellungen, die nicht zutreffend waren und die Meinungsbildung erschwert haben. Die Abstimmung wurde reduziert auf die Frage nach dem Erhalt der vertrauten Volksschule und das große Ganze ausgeblendet.
Vielleicht war auch die Zeit für ein solch mutiges Projekt noch nicht reif. Nicht jede gute Idee findet sofort die notwendige Zustimmung. Der Gedanke an gemeindeübergreifende Zusammenarbeit lebt auf jeden Fall weiter. Die Hände bleiben ausgestreckt.
Es darf nun keine Gewinner und keine Verlierer geben — wir alle leben hier, wir alle wollen das Beste für unsere Gemeinden. Was uns verbindet, ist größer: Die Verantwortung für unsere Kinder und die Zukunft unserer Region. Diese Verantwortung endet nämlich nicht mit einer Abstimmung.
-
Die Ausgangslage
Das Untere Pinkatal kämpft mit der Landflucht und ihren Folgen. Wir leiden unter sinkenden Bevölkerungszahlen, sind stark überaltert und es fehlt an Kindern. Fehlende Arbeitsplätze und Infrastruktur begünstigen das Wegziehen der jungen Wohnbevölkerung. Abwanderung und Auspendeln bringen massive wirtschaftliche und kulturelle Verluste mit sich (Gewerbesterben, Gefährdung des Vereinslebens, …), deren Auswirkungen sich künftig noch verstärken werden.
Das für junge Familien so wichtige Bildungs- und Betreuungsangebot ist nicht mehr zeitgemäß. In den vier Gemeinden des Pinkabodens gibt es eine Kinderkrippe, drei Kindergärten, drei Volksschulen und eine private Mittelschule, die aus verschiedenen Gründen nur von einem Teil der Kinder besucht wird.
So idyllisch und vertraut die derzeitigen kleinen dezentralen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen des Pinkatals sind und so verständlich und nachvollziehbar der Wunsch nach Erhalt auch ist: Mittelfristig werden sie zu wenige Kinder für einen sinnvollen Betrieb zur Verfügung haben. Baulich stoßen sie vielfach schon jetzt an ihre Grenzen und das Angebot ist ebenfalls mehr als unbefriedigend. Schließungen und das Abwandern in die benachbarten Regionen wären die Folge. Dann gibt es in allen vier Gemeinden zusammen keine Mittelschule mehr und eventuell nur mehr eine Volksschule und zwei Kinderkrippen/Kindergärten… Für die Entwicklung des Pinkatals ein verheerendes Szenario.
So wunderschön es ist hier zu leben, so würdevoll man in unseren gut funktionierenden Dorfgemeinschaften alt werden kann: Wenn es keine Kinder mehr gibt, sterben auch die Alten einsam.
Für die Zukunft des Pinkatals reicht es also nicht aus, nur Anziehungspunkt für ruhesuchende Städter zu sein. Wir brauchen junge Menschen und Familien, die hier bleiben, wieder zurückkommen oder sich neu ansiedeln. Ein entscheidender Faktor dafür ist modernes Bildungs- und Betreuungsangebot.

Campus der Vielfalt
Der Campus ermöglicht neue Dimensionen des Unterrichts:
Er bietet ideale Rahmenbedingungen für innovative Schwerpunkte wie Kreativität, Motorik, Umwelt/Natur, Handwerk, soziale Kompetenz, Mehrsprachigkeit, Diversität und Lebensnähe. Diese Themen sind unterschiedlich gewichtet, der Fokus wird immer wieder verändert und angepasst. Zeitgemäße Unterrichtsformen (Integrations- und Mehrstufenklassen, jahrgangs- und fächerübergreifender Unterricht, Lernen im Freien/Unterricht in der Kulturlandschaft, Tierpädagogik, teilmodularer Stundenplan, …) können einfließen.
Mögliche Ansätze: Breites Spektrum an Sportarten, tägliche Turnstunde, Musikalische Früherziehung, gemeinsames Musizieren, Campus-Band(s), Rhythmisch-musikalische Erziehung, Neuromotorisches Lernen, Kinder unterrichten Kinder, jahrgangsübergreifende Projekttage, Naturparkschule, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung, Europaschule, Ungarisch nebenbei für alle, grenzüberschreitende Projekte, Experimente, Kreatives Werken, Malen, Kochen, Theaterspielen, …
Sowohl Kinder mit Lernschwächen als auch solche mit hohen Begabungen fühlen sich im Campus bestens aufgehoben. Lebensnah: Kreisläufe und Zusammenhänge lernt man in diesem Umfeld leichter kennen und verstehen. Aufgrund der Kinderzahlen ist alles sehr überschaubar und familiär – wunderbare Voraussetzungen zur Stärkung der sozialen Kompetenzen.
Die verschiedenen Bildungseinrichtungen sind bestens vernetzt und verfolgen ein gemeinsames Konzept, das schon von der Kinderkrippe an konsequent umgesetzt wird. Der Übergang von einer Stufe zur nächsten wird allen Beteiligten spürbar erleichtert und schaltet die Nahtstellenproblematik aus. Es gibt einen ständigen Austausch untereinander mittels Klausuren, Supervisionen etc. Auch Eltern, Kinder und Gemeindevertreter sind miteinbezogen— so passiert Identitätsbildung („Unser Campus“).
Der Campus ist anziehend für bestens ausgebildete und hoch motivierte Pädagoginnen und Pädagogen. Diese entwickeln gemeinsam das pädagogische Konzept.
Das Personal ist flexibel und situationselastisch einsetzbar – personelle Engpässe können so niemals auftreten. Eine übergeordnete Campus-Leitung sorgt für optimale Abläufe.
Es gibt einheitliche bzw. koordinierte Unterrichts- und Betreuungszeiten, Schließtage sowie gemeinsame Feste und Veranstaltungen.
Qualitätsvolle Betreuung
Der Campus ermöglicht eine extreme Ausweitung der Betreuungszeiten (bei Bedarf von 7 bis 17 Uhr) und des Angebotes (auch in den Ferien). Durch die vielen Kinder besteht auch immer genügend Bedarf für eine durchgehende anspruchsvolle Betreuung.
Vielfältige Möglichkeiten ergeben sich durch intensive Kooperationen mit diversen Institutionen, Vereinen, Betrieben etc. (Lernförderung, Musikschule, Sportvereine, Kunst- und Kulturschaffende, Handwerker, Familienberatung, therapeutische Einrichtungen, …). So können viele Freizeitangebote gleich in die Betreuung einfließen: Musikunterricht, Fußballtraining, Lernförderung, Jugend-Feuerwehr, Tanzen, Chorsingen u.a.m. Neue interessante Angebote können entstehen: Wöchentliche Kreativstunden mit KünstlerInnen, HandwerkerInnen, neue Sportarten können erlernt werden, Naturranger-Ausbildung o.v.a.m.
Kinder brauchen Kinder: Kinder wollen unter Kindern sein, lernen im gemeinsamen Spielen und Tun am meisten und können sich am besten entwickeln.
Einen hohen Stellenwert nehmen das gemeinsame regionale und saisonale schmackhafte Mittagessen und die darauffolgende Lernstunde ein.
Kinder brauchen Familie: Lernen, Mittagessen, Hausübung, Spielen und Freizeitangebot. Alles wird gleich am Campus erledigt und erspart viele unnötige Wege und vor allem viel Zeit, die dann am Nachmittag/Abend wiederum für die Familie zur Verfügung steht – gut für die Kids, gut für die Eltern, gut für die Familie.
Wichtig: Alles ist freiwillig und kann bei Bedarf jederzeit und flexibel in Anspruch genommen werden. Noch wichtiger: Den Kindern soll es Freude machen.
Ein Projekt zur Vereinbarkeit und Gleichstellung: Ein hochwertiges Betreuungsangebot ist essentiell für Eltern, die voll erwerbstätig sein wollen oder müssen. Vor allem die Frauen/Mütter werden entlastet und beim beruflichen Wiedereinstieg unterstützt.
-
Zentraler Standort und außergewöhnliche bauliche Anlagen
Der einzigartige und umfassende Campus soll auch in baulicher Hinsicht ein Vorzeigemodell für das ganze Land sein. Sowohl von der Architektur als auch von der Bauweise und dem laufenden Betrieb her sollen neue Maßstäbe gesetzt werden.
Als Standort für den Campus ist das Gelände des bestehenden Schulkomplexes Eberau inkl. zusätzlicher angrenzenden Flächen angedacht (insgesamt rund 11.300 m2). Das ist von der Lage her halbwegs zentral und aus ökologischer und raumplanerischer Sicht äußerst sinnvoll (Ortskernbelebung, keine neue Bodenversiegelung etc).
Mögliche Variante: Der denkmalgeschützte Altbau aus den 50er Jahren bleibt erhalten und rundherum wird alles neu errichtet. Ein Architekturwettbewerb samt ausführlichem Um- und Ausbau (mit einigen Abrissarbeiten) sorgen für exzellente bauliche Anlagen und somit für eine bestmögliche Verschränkung der unterschiedlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.
Nachhaltigkeit, Ausrichtung auf neueste pädagogische Bedürfnisse, Flexibilität und Erweiterungsmöglichkeiten stehen an erster Stelle. Zukunftsweisende Unterrichts- und Freizeiteinrichtungen sorgen für einen hohen Wohlfühlfaktor.
Stichwörter dazu:
Flexible Klassenräume, Räumlichkeiten für Einzel- und Gruppenarbeiten
Ergonomische individuelle Möbel
Unterricht im Freien – Outdoor-Klassen
Bereiche zum Zurückziehen oder selbstständigen Lernen
Turnsaal - eine große Halle, in drei Abschnitte rasch und einfach teilbar
Leicht zugängliche Schulbücherei bzw. Bücher- und Lese-Ecken in jeder Einrichtung
Werkstätten, Labor, Kreativbereiche, Küche, Speisesaal
Befestigter Platz im Außenbereich für Veranstaltungen (zB. Campusfest) mit Beschattung, Überdachung, Bühne etc. – im laufenden Betrieb als Bewegungsraum in den Pausen nutzbar
Motorik-Park, Fun-Court, Mini-Leichtathletik-Anlage, wetterfeste Spielflächen
Obst- und Gemüsegarten
„Klimaschutz“ ist das Leitthema — ein paar Gedanken dazu:
Belebung und Entfaltung einer denkmalgeschützten Bildungseinrichtung
Effiziente Raumnutzung – weniger Fläche und trotzdem mehr Wohlbefinden
Low-Tech Gebäude – mit reduziertem Aufwand/reduzierter Technik maximalen Komfort erzielen
Ökologische Baustoffe (Holz, Lehm, …), energieautark, Einbindung des bestehenden Fernwärmenetzes, Blackout-Vorsorge, …
Sehr viel Grün (Fassade, Dach, Bäume, Sträucher, parkähnliche Außenanlagen) – für bestes Raumklima und einfache Kühlung
Flexibilität – Möglichkeiten zur übergreifenden Nutzung und jederzeit modular erweiterbar
Der Ausbau kann und soll nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinden erfolgen.
Kurze Wege und beste Verbindungen
Der zentrale Standort ermöglicht kurze Anfahrts- und Heimwege für alle 13 Ortsteile. Ein ausgeklügeltes ökobetriebenes Bussystem für alle gemeinsam (altersübergreifend) garantiert Fahrzeiten von max. 25 Minuten. Das Angebot am Nachmittag wird ausgeweitet.
Positiv für Mehrkinder-Familien: Alle Kinder fahren mit einem Bus zur gleichen Zeit. Und die privaten Abholfahrten werden stark reduziert — spart Zeit und schont die Umwelt.
Chance für die Region
Wir müssen wir jetzt handeln und unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen und aktiv gestalten. Der Campus Pinkaboden ist der Schlüssel für eine Trendwende. Er ist äußerst attraktiv für unsere jungen Familien, hält sie in den Dörfern und holt bereits weggezogene vielleicht wieder zurück. Er spricht aber auch Familien aus dem städtischen Raum an, die aufs Land ziehen möchten. Ein ausgezeichnetes Bildungs- und Betreuungsangebot ist neben anderen Parametern wie dem Trend zur Heimarbeit oder den günstigen Wohnkosten der entscheidende Grund, sich in unserer – grundsätzlich strukturschwachen – Region anzusiedeln. So wird die Abwanderung gestoppt, Zuzug entsteht und die Bevölkerungszahlen entwickeln sich wieder positiv. Nebeneffekt: Die so wichtige Integration erfolgt am besten über die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Durch den zentralen Standort und die kurzen Wegzeiten profitieren auch „Randgemeinden“ wie Eisenberg oder Moschendorf: Es ist egal, wo man lebt – der Weg in den Campus ist nicht weit.
Erstmals schaffen alle vier Gemeinden gemeinsam ein Leuchtturmprojekt. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt, auch die Region wird endlich als Ganzes wahrgenommen und hat viel mehr Gewicht. Von klein auf: Im Campus lernen sich schon alle Kinder der Region kennen und schätzen, wachsen zusammen auf und mit ihnen wächst auch das Untere Pinkatal zusammen.
Bildung-Betreuung-Familie wird das großes Leitthema. Der Bildungscampus Pinkaboden wird somit zum Motor für eine erfolgreiche und nachhaltige Regionalentwicklung.
Alternativ ist die Verwendung des Fahrrades äußerst erwünscht und wird besonders gefördert.
Zukunftsweisendes Modell
Vorbild für das ganze Land: Steigerung der Effizienz – Kostenreduktion durch Zusammenlegungen bei gleichzeitiger Ausweitung des Angebotes. Ziel ist die Schaffung eines Pilotprojektes/Modellversuches durch Gemeinden, Land, Bund und EU mit besonderer personeller, baulicher und finanzieller Ausstattung inkl. wissenschaftlicher Begleitung und Auswertung. Auch die Region (Bevölkerung, Betriebe, Vereine, …) beteiligt sich an der Errichtung, z.B. mit einer Bausteinaktion.
Ideenfindungswettbewerb
Über die Projektentwicklung Burgenland (PEB) wurde im Frühjahr 2024 ein Ideenfindungswettbewerb zum Bau des Campus Pinkaboden ausgeschrieben. Ein umfangreiches bauliches Anforderungsprofil wurde vorab vom Projektteam und den Pädagoginnen und Pädagogen erarbeitet. 11 Architekturbüros nahmen an der Ausschreibung teil und gaben ihre Entwürfe ab. Eine regionale Jury reihte in zwei Sitzungen Anfang und Mitte April 2024 die Projekte. Es gab 3 Sieger, alle anderen Einreichungen wurde als viertplatziert eingestuft.
1. Anton Mayerhofer (Einreichung als PDF)
2. Baumschlager Eberle (Einreichung als PDF)
3. Pichler & Traupmann (Einreichung als PDF)
4. (beispielhaft) Gräber-Myako (Einreichung als PDF)
Eine Umsetzung des Siegerprojektes über die PEB ist trotz Überarbeitung des Raumkonzeptes an den hohen Kosten gescheitert. Durch eine Neuberechnung mit privaten Bauträgeren ist es mittlerweile gelungen, ein leistbares Projekt auf die Beine zu stellen. Grundsätzlich geplant ist bzw. sind:
• der Zukauf von drei Nachbargrundstücken im Ausmaß von 5.000 m2
• die Schleifung der Altgebäude (bis auf den denkmalgeschützten 1950er-Jahre-Bau)
• die Neuerrichtung dreier Baukörper mit insgesamt 3.000 m2 (4 Klassen Volksschule, 8 Klassen Mittelschule, 3 bis 4 Gruppen Kindergarten/-krippe und Turnhalle teilbar 17 x 27 m)
• zeitgemäße Einrichtungen und parkähnlichen Außenanlagen
Es soll ein „grüner“ Campus werden mit vielen positiven ökologischen Akzenten.
Eine Detailplanung kann erst nach einer Einigung für den Campus erfolgen.
Projekt nachgeschärft: Grundriss-Skizze als PDF
Projekt nachgeschärft: Ansichts-Skizze als PDF
Kosten und Finanzierung
Die max. Kosten für den Campus wurden mit 15,5 Mio. Euro inkl. Mwst. berechnet. Unter Annahme eines 40%igen Eigenfinanzierungsanteiles durch die beteiligten Gemeinden ist das Projekt in dieser Form finanzierbar. Die max. 6,25 Mio. Euro Eigenmittel werden mit einem langfristigen Kredit bedient. Der laufende Betrieb kommt wesentlich günstiger als bisher. Ein aus allen vier Gemeinden bestehender Gemeindeverband übernimmt die Verwaltung und Abrechnung („Verbandsbeiträge“).
Die Ausgaben für Bildung und Betreuung im Unteren Pinkatal stiegen in den letzten Jahren rasant. Mittel- und langfristig muss außerdem noch viel Geld in die Hand genommen werden, um die bestehenden Einrichtungen zu renovieren bzw. auszubauen. Ein gemeinsamer Campus erspart den Gemeinden auf Dauer einiges an Geld, erweitert das Angebot massiv und sichert langfristig eine qualitätsvolle Bildung und Betreuung im Pinkaboden.
Errichtungskosten
Finanzierung
Kosten für die einzelnen Gemeinden
Ausgaben für Bildung und Betreuung aller vier Pinkatal-Gemeinden
Jährliche Verbandsbeiträge
Finanzielle Auswirkungen des Campus auf die einzelnen Gemeinden
Fragen & Antworten
Von der Idee „Campus“ hören wir jetzt schon seit drei Jahren. Wird das Projekt nun umgesetzt oder nicht?
In den vergangenen Monaten wurden viele Gespräche geführt, ein Grobkonzept erstellt und die Standortfrage diskutiert. Es wurde ein Ideenfindungswettbewerb durchgeführt. Pläne wurden wieder verworfen, abgeändert, Kompromisse eingegangen. Vor allem wurden aber die Finanzen gecheckt. Nun liegen alle Daten und Fakten auf dem Tisch und die Zeit für die notwendigen Entscheidungen ist reif. Wird das Leuchtturmprojekt des Pinkatals Realität?
Die Gemeinden Bildein, Eberau und Moschendorf haben das über die Gemeinderäte entschieden. Die Beschlüsse dazu sind schon im Dezember gefallen bzw. werden noch im Jänner gefasst. In der Großgemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg stellt sich die aktuelle Lage etwas anders dar: Die Entscheidung, ob sich die Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg am Campus Pinkaboden beteiligen soll, trifft dort die Bevölkerung. Der Kindergarten mit der Kinderkrippe soll allerdings weiterhin in Deutsch Schützen verbleiben. Die Lage ist klar: Die Vertreter:innen der Gemeinden Bildein, Eberau und Moschendorf sowie die Einwohner:innen der Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg leisten mit ihrer Stimme einen großen und wichtigen Beitrag für die Zukunft des Pinkatals.
Warum braucht man unbedingt alle vier Gemeinden für den Campus?
Weil das Pinkatal von der Bevölkerungsgröße und Kinderanzahl ideal für so eine Bildungs- und Betreuungseinrichtung ist. Die ca. 270 Kinder unter 14 Jahren garantieren einerseits ein sehr familiäres Umfeld, andererseits sind ausreichend Kinder vorhanden, um eine qualitätsvolle Betreuung zu gewährleisten. Wir brauchen also ein Mindestmaß an Kindern pro Einrichtung. Und deshalb müssen alle vier Gemeinden zusammenwirken.
Wem gehört der Campus dann?
Sollte das Projekt zur Umsetzung kommen, wird ein Gemeindeverband gegründet. Der Campus einschließlich seiner Einrichtungen gehört dann den Gemeinden gemeinsam (anteilsmäßig nach den jeweils eingebrachten finanziellen Mitteln). Alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, alle Gemeinden haben ein Mitspracherecht.
Was passiert mit den Gemeindebediensteten in den Einrichtungen, die aufgelöst werden sollen?
Am Campus Pinkaboden werden nicht nur die Kinder unserer Gemeinden zusammengeführt sondern auch die Betreuungszeiten sowie das gesamte Angebot für diese Kinder erweitert. Dafür besteht ein entsprechender Personalbedarf. Die Personalentscheidungen bzw. die Bewerbungsverfahren werden über den zu gründenden Gemeindeverband abgewickelt, sodass jede Gemeinde in jede Personalentscheidung (ausgenommen Lehrpersonal) eingebunden ist.
Warum ist alles so dringend? Warum machen wir nicht weiter wie bisher?
Noch gibt es nette kleine Schulen und Kindergärten in unseren Gemeinden und sie werden trotz der Probleme, die diese kleinstrukturierten Einheiten mit sich bringen, geschätzt. Deshalb wird auch seit Jahren um deren Fortbestehen gekämpft, während andere ländliche Regionen die Schließung ihrer Einrichtungen nicht aufhalten konnten. Es mag sein, dass diese Einrichtungen noch wenige Jahre betrieben werden können. Aber gegen die sinkenden Kinderzahlen können wir so nicht ankämpfen. Es wird auch nicht leistbarer, nur weil notwendige Investitionen aufgeschoben werden. Der Erhalt des Status quo ist daher langfristig weder sinnvoll noch zufriedenstellend. Wir sind dringend gefordert, die bestehenden Strukturen für gewinnbringendere aufzugeben. Auch wenn es schwerfällt, dürfen wir nicht warten, bis es nicht mehr wie gehabt weitergeht.
Das Beispiel Moschendorf zeigt eindringlich: Vor ein paar Jahren hätte man nicht einmal im Traum gedacht, irgendetwas aufzugeben. Jetzt ist die Volksschule schon Geschichte und der Kindergarten ist nicht mehr finanzierbar. Wenn wir weiter zuwarten, werden wir nach und nach alles verlieren …
Warum soll die Mittelschule des Pinkatals in Eberau unbedingt erhalten bleiben? Es gibt ja welche in Kohfidisch und Güssing.
Es muss das Ziel aller Gemeinden sein, dass sich - trotz freier Schulwahl im Bereich der Mittelschulen - ihre Kinder in der eigenen Region verwurzeln, um sie solange wie möglich in der Heimat halten zu können. Dadurch wird nicht nur die Basis für ihren Verbleib in den Heimatgemeinden oder eine spätere Rückkehr ins Pinkatal geschaffen, sondern auch die Region belebt.
Am Campus Pinkaboden wachsen unsere Kinder bis zum Alter von 14 Jahren gemeinsam auf. Freundschaften werden gemeindeübergreifend gelebt, die Vereins- und Freizeitaktivitäten in den jeweiligen Ortschaften genutzt. Die Identitätsfindung bzw. -bildung passiert dabei automatisch.
Wenn wir all unsere Kinder in die Mittelschulen nach Kohfidisch und Güssing schicken würden, fließt über die Schulerhaltungsbeiträge sehr viel Geld aus der Region ab. Und wir können nicht beeinflussen, was damit gemacht wird.
Mit dem Campus Pinkaboden bekommen die vier Gemeinden wieder einen eigenen Schulsprengel. Das Geld bleibt somit bei uns und wir stärken damit nicht nur die Schule, sondern die ganze Region. Außerdem können wir mit Schulerhaltungsbeiträgen auswärtiger Gemeinden rechnen. Und wir bestimmen selbst, was damit passiert.
Die Jungen sollen sich mit den derzeitigen Einrichtungen zufriedengeben. Wieso sind die heutzutage nicht mehr gut genug?
Die Eltern von heute stehen vor ganz anderen Herausforderungen. Es wird zum Standard, dass jeder Elternteil erwerbstätig ist und es mit Kind(ern) auch bleiben will oder muss. Nicht alle können auf familiäre Unterstützung zurückgreifen und nicht immer ist diese ausreichend, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Alleinerziehende trifft es dabei besonders hart.
Es hat nichts mit „nicht gut genug zu tun“. Wir müssen uns der Zeit und den geänderten Ansprüchen von heute anpassen. Wer sich nicht weiterentwickelt, bleibt stehen!
Am Campus Pinkaboden - mit einer stets ausreichenden Anzahl an Kindern - kann Bildung, Betreuung und Freizeit an einem Ort stattfinden. Die Einrichtungen von der Kinderkrippe bis zur Mittelschule sind dort bestens verwoben. Fließende Übergänge von einer Stufe zur nächsten - am vertrauten Ort - sind so möglich. Das Personal ist am Campus flexibel und situationselastisch einsetzbar. Großzügige Betreuungszeiten und ein großzügiges Angebot können nur so ermöglicht werden.
Das sind genaue jene Rahmenbedingungen, die die Eltern von heute für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf brauchen. Und genau jene, die die Kinder von heute verdient haben.
Als Pensionistin höre ich immer wieder: „Das Pinkatal braucht diesen Campus!“ Wieso soll ich einen Campus brauchen? Und wieso sollen wir für die wenigen Kinder, die wir noch haben, soviel Geld ausgeben?
Damit ländliche Regionen weiterhin lebendige Orte bleiben, braucht es vor allem junge Menschen. Mit diesem Campus können wir diese jungen Menschen in unseren Ortschaften halten und anziehen. Leerstehende Häuser in der Nachbarschaft füllen sich wieder. Das Kaufhaus hat mehr Kunden und muss nicht zusperren. Ebenso die Gasthäuser oder die Buschenschänken.
Die Feuerwehren und all die anderen Vereine können sich über Zuwachs freuen. Dort, wo die Menschen wohnen, werden sie auch ihre Zeit verbringen. Es tut sich wieder was in den Dörfern. So sterben sie nicht aus und sind auch im Alter lebenswert.
Der Campus Pinkaboden ist somit eine wichtige Investition in unser aller Zukunft!
Unsere Kinder stehen kurz vor dem Abschluss der Mittelschule. Was soll ihnen der Campus noch bringen?
Es mag sein, dass die eigenen Kinder nicht mehr vom Campus Pinkaboden als Bildungs- und Betreuungseinrichtung profitieren. Ganz bestimmt aber werden auch sie die positiven Auswirkungen des Campus Pinkaboden für die Region spüren. Der Campus Pinkaboden gibt ihnen - wie uns allen, ob jung oder alt - neue Perspektiven für eine lebenswerte Heimat.
Was passiert, wenn einzelne Gemeinden ihre Bildungs-
und Betreuungseinrichtungen aufgeben?
Keine Gemeinde gibt ihre Bildungs-und Betreuungseinrichtung auf, wenn sie sich für den Campus Pinkaboden entscheidet. Sie errichten und betreiben diese nur gemeinsam an einem anderen Standort. Der Kindergarten von Moschendorf steht dann eben in Eberau, genauso wie auch die Volksschule und Mittelschule für die Kinder aus Eisenberg, St. Kathrein und den anderen Ortsteilen. Gelder fließen in die eigenen Einrichtungen. Der Campus gehört allen beteiligten Gemeinden und alle können mitbestimmen, was dort passiert („Unser Campus“). Anders stellt sich die Situation dar, wenn die Einrichtungen zu einem späteren Zeitpunkt aus anderen Gründen (zu wenig Kinder, nicht mehr finanzierbar, pädagogisch nicht mehr tragbar) geschlossen werden müssen. Dann hat die jeweilige Gemeinde tatsächlich keine eigene Bildungs- und Betreuungseinrichtung mehr. Die Kinder müssen schließlich in umliegende Einrichtungen untergebracht werden. Auch anfallende Beitragszahlungen müssen an diese Gemeinden bezahlt werden. Und es fehlt das Mitspracherecht und die Attraktivität für Familien.
Stirbt das Dorf, wenn man keinen Kindergarten oder keine Volksschule mehr hat?
Eine häufige Frage, die eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden kann. Es braucht weder einen Kindergarten noch eine Volksschule im eigenen Dorf. Die gibt es ja in den meisten Dörfern seit Jahren nicht mehr.
Damit Dörfer nicht aussterben, braucht es ein attraktives Umfeld für deren Bevölkerung. Schauen wir nur nach Bildein: Dort musste man zuerst den Kindergarten schließen, dann die Volksschule. Das kleine Dorf blüht trotzdem auf. Wichtiger sind nämlich vielmehr ein intaktes Dorf- und Vereinsleben und ein attraktives Bildungs- und Betreuungsangebot in Wohnortnähe. Das bietet der Campus. Alle 13 Ortsteile werden profitieren, weil die Wege nicht weit sind. Die Dörfer sterben also nicht, wenn wir die richtigen Maßnahmen setzen.
Die finanzielle Situation der Gemeinden ist sehr angespannt. Wie sollen wir uns die Schulden für einen Campus Pinkaboden leisten können?
Wir können es uns nicht leisten, so weiter zu machen wie bisher. Wir würden in ein paar Jahren nicht nur vor einer unaufhaltsamen negativen demografischen Situation stehen, sondern auch vor enormen finanziellen Herausforderungen.
Im Zuge der Projektentwicklung hat sich gezeigt, wie die Kosten für Bildung und Betreuung in den letzten Jahren stetig gestiegen sind und weiter steigen werden. Wir müssen unsere finanziellen Ressourcen bündeln. Nur ein gemeinsamer Campus macht qualitätsvolle Bildung und Betreuung im Pinkatal langfristig leistbar.
Die finanzielle Leistbarkeit wird zugegebenermaßen mit den Jahren nicht besser werden, und die Aussichten für unsere Region schon gar nicht. Eines steht aber fest: Wollen wir uns den Campus Pinkaboden nicht leisten, geben wir auch die Chance auf eine gute Zukunft unserer Gemeinden auf. Wir nehmen insbesondere der jungen Generation die Hoffnung auf eine lebenswerte Heimat.
Warum sollten gerade wir 7,45 Mio Euro an Förderung vom Land bekommen?
Das strukturschwache Untere Pinkatal war mitverantwortlich dafür, dass das Burgenland EU-Ziel-1-Fördergebiet wurde. Alle haben davon profitiert, nur wir nicht. Es ist eine Frage des politischen Anstandes, auch bei uns ein Leitprojekt umzusetzen. Das dürfen und müssen wir auch selbstbewusst einfordern.
Außerdem ist der Campus in vielerlei Hinsicht ein Modell für das ganze Land: Bezirks- und gemeindeübergreifende Kooperation, Paradebeispiel für Effizienz – spart Kosten und bringt mehr Angebot, in vieler Hinsicht ein bildungs- und sozialpolitischer Meilenstein, vorbildhafte ökologische Bauweise – so baut man in Zukunft, Leitthema Bildung-Betreuung-Familie als Motor für die Regionalentwicklung u.v.a.m.
Viele sagen, der Campus käme 10 Jahre zu spät. Ist es so?
Der Campus Pinkaboden käme keinesfalls zu spät! Man muss allerdings zugegeben, dass wir alle die positiven Auswirkungen längst spüren würden, hätte man bereits vor 10 Jahren dieses Leuchtturmprojekt umgesetzt. Noch ist das historische Zeitfenster offen, um diese einmalige Chance zu nutzen.
Ich habe keine schulpflichtigen Kinder mehr. Was bringt mir der Campus?
Der Campus schafft ein attraktives Umfeld. Weggezogene Kinder kommen wieder zurück, junge Familien siedeln sich an. Kinder sind die Basis für ein funktionierendes Dorfleben. Sie sichern Vereine, Kultur, Nahversorgung, Gewerbe, … und das soziale Miteinander. Es ist schön, im Kreise seiner Kinder- und Enkelkinder leben zu können. Und die Enkelkinder müssen vielleicht gar nicht mehr weggehen, weil sie hier alles haben.
Ich habe keine Kinder. Wozu brauche ich den Campus?
Junge Familien in der Region gewährleisten ein würdiges Altern. Sie stärken die Vereine, die Nahversorgung und das Gewerbe. Der Sportverein hat ausreichend Nachwuchs. Der Pfarrer viele Ministranten. Das Kaufhaus und die Werkstatt haben genug Kunden und müssen nicht zusperren. Ebenso der Buschenschank und das Gasthaus. Es tut sich was. Davon profitieren alle.
Warum erhalten wir nicht alle Standorte und teilen die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen auf? ZB. Kinderkrippe/Kindergarten für alle vier Gemeinden in Deutsch Schützen, Volksschule in Moschendorf und Mittelschule in Eberau?
Dazu müssten alle drei Standorte massiv ausgebaut werden. Das würde noch höhere finanzielle Mittel erfordern. Außerdem sind dann die Wegzeiten teilweise sehr lange. Und die Vorteile eines gemeinsamen zentralen Standortes fallen weg: Ideal für Mehrkinderfamilien - alles an einem Ort, vertrautes Umfeld, fließende Übergänge, beste personelle Ressourcen - flexibel einsetzbar, umfangreiches Bildungs- und Betreuungsangebot, hervorragende Gebäude und bauliche Anlagen, gemeinsame Veranstaltungen u.v.a.m.
Wir sind froh, dass es endlich ein Projekt gibt, dass dem Pinkatal soviele Chancen eröffnet. Was können wir tun, dass diese Idee Wirklichkeit wird?
Letztendlich wird die Bevölkerung in der Gemeinde Deutsch Schützen - Eisenberg darüber entscheiden. Es muss dafür gesorgt sein, dass Menschen gut informiert und wohlüberlegt ihre Entscheidung treffen.